Was passiert zwischen DIVERA 24/7 und Lampe?
DIVERA 24/7 informiert die Einsatzkräfte und sendet parallel eine technische Nachricht an AlarmRoutine. Dort wird der Absender anhand eines geheimen Zugangsschlüssels einer Feuerwehr zugeordnet. Das System erkennt doppelte Ereignisse und stößt die freigegebenen Ziele dieser Feuerwehr an. Erst im SmartHome-System wird daraus die konkrete Aktion: beispielsweise Flurlicht einschalten oder einen Gong wiedergeben.
Die Feuerwehr benötigt somit einen Eingang; jedes Mitglied kann seine eigenen Ziele pflegen. Lampen, Lautsprecher und andere Geräte werden nicht direkt in DIVERA hinterlegt. Das erleichtert die Betreuung, wenn Mitglieder wechseln oder zu Hause ein anderes System verwenden.
Was eure Einheit dafür braucht
Prüft zuerst, ob die Datenübergabe im verwendeten DIVERA-Tarif und mit den vorhandenen Rechten verfügbar ist. Die Einrichtung der Alarmquelle übernimmt ein Feuerwehr-Admin. Für die Ereigniserkennung wird das vollständige JSON-Objekt mit einer stabilen id benötigt. Die reduzierte Variante mit ausschließlich dem Stichwort reicht dafür nicht aus.
Auf der Zielseite braucht ihr eine unterstützte HTTPS-Schnittstelle. Home Assistant kann beispielsweise einen Webhook bereitstellen. Alexa lässt sich über einen zusätzlichen Dienst wie Voice Monkey ansteuern. Dessen Konto, Bedingungen und mögliche Gebühren gehören zur jeweiligen Integration und sind nicht Bestandteil der AlarmRoutine-Lizenz.
Einrichtung in vier Schritten
1. Feuerwehr in AlarmRoutine anlegen und einen Feuerwehr-Admin bestimmen.
2. Alarmquelle „DIVERA“ erstellen und die persönliche Empfangsadresse in der DIVERA-Datenübergabe hinterlegen. Diese Adresse bleibt geheim.
3. Mitglieder einladen und je Mitglied die gewünschten Zielsysteme einrichten. Individuelle Zielhosts benötigen eine Freigabe.
4. Zuerst nur eine unkritische Lampe verwenden, einen Test auslösen und die technische Zustellung im Portal prüfen.
Eine erfolgreiche HTTP-Antwort bestätigt die Annahme durch das Zielsystem. Sie beweist nicht, dass die Lampe tatsächlich leuchtet. Kontrolliert deshalb auch die Automationshistorie und das Gerät vor Ort.
Welche Einsatzdaten werden weitergegeben?
AlarmRoutine übernimmt weder Einsatzadresse noch Freitext, Koordinaten oder Empfängerlisten in das ausgehende SmartHome-Signal. Die vollständige Eingangsnachricht wird nur während der Verarbeitung im Arbeitsspeicher gelesen. Gespeichert werden ein technischer Ereignisfingerabdruck, Zeiten und Zustellergebnisse.
Das bedeutet auch: Die Grundfunktion wertet keine individuelle Alarmempfänger-Liste aus. Ein gültiger Alarm einer Feuerwehr erreicht alle dafür aktivierten und freigegebenen Ziele dieser Feuerwehr. Wer eine persönliche Empfängerzuordnung benötigt, muss diese Voraussetzung vor der Nutzung gesondert klären.
Sinnvoll starten
Beginnt mit einer überschaubaren Routine und dokumentiert deren Zweck. Probiert anschließend aus, was bei einer ausgeschalteten Lampe, einem nicht erreichbaren Ziel und einer doppelten Alarmnachricht passiert. Aktiviert weitere Ziele erst, wenn die erste Verbindung nachvollziehbar funktioniert. Eine Komfortautomation bleibt von Internet, Stromversorgung und Drittdiensten abhängig.
Häufige Fragen
Kann DIVERA direkt mein Licht einschalten?
Über eine Datenübergabe und ein passendes SmartHome-Ziel ist das möglich. AlarmRoutine übernimmt dabei die Zuordnung zur Feuerwehr und die Verteilung an mehrere Ziele.
Funktioniert es für alle Mitglieder einzeln?
Jedes Mitglied verwaltet eigene Routinen. In der Grundfunktion erreicht ein Feuerwehrsignal jedoch alle aktivierten Ziele der Einheit; individuelle DIVERA-Empfänger werden nicht ausgewertet.
